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Worauf es bei Eingabegeräten, Audio, Bild und Anschlüssen wirklich ankommt

PC-Peripherie: der Ratgeber für Tastatur, Maus & Co.

Tastatur, Maus, Headset, Webcam, Mauspad, USB-Hub: Das Zubehör entscheidet, wie gut sich der Rechner anfühlt – oft mehr als die Hardware im Gehäuse. Dieser Ratgeber erklärt die Technik hinter den Datenblättern und zeigt passende Produkte dazu.

Tastaturen: mechanisch oder Rubberdome?

Die wichtigste Entscheidung bei einer Tastatur ist die Schaltertechnik. Rubberdome-Tastaturen (Gummikuppel) stecken in den meisten günstigen Modellen: Unter jeder Taste liegt eine Gummimatte, die beim Durchdrücken einen Kontakt schließt. Das ist leise und billig, der Druckpunkt aber verwaschen, und die Kuppeln ermüden über die Jahre.

Mechanische Tastaturen haben pro Taste einen eigenen Schalter mit Feder und definiertem Auslösepunkt. Man unterscheidet drei Charakteristiken: lineare Schalter (gleichmäßiger Widerstand ohne spürbaren Punkt), taktile Schalter (fühlbarer Höcker am Auslösepunkt) und clicky Schalter (taktil plus hörbares Klicken). Kenngrößen sind der Auslöseweg (typisch rund 2 mm) und die Auslösekraft in Gramm (häufig 45 bis 60 g). Hot-Swap-Sockel erlauben, Schalter ohne Löten zu tauschen.

N-Key-Rollover beziehungsweise Anti-Ghosting sorgt dafür, dass gleichzeitig gedrückte Tasten alle erkannt werden. Beim Tastenkappen-Material ist PBT-Kunststoff abriebfester und glänzt weniger schnell durch als ABS. Formate reichen von Vollformat mit Nummernblock über TKL (ohne Zahlenblock) bis zu kompakten 60- und 65-Prozent-Layouts.

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Gaming- & mechanische Tastaturen

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Mäuse: DPI und Polling-Rate richtig lesen

Bei Mäusen werden zwei Zahlen gern verwechselt. DPI (oder CPI) gibt an, wie viele Schritte der Sensor pro Zoll Bewegung meldet – ein höherer Wert bewegt den Zeiger weiter bei gleicher Handbewegung. DPI ist also Empfindlichkeit, nicht Präzision. Sehr hohe Werte von 10.000 und mehr sind für den Alltag selten nötig; viele arbeiten und spielen mit 800 bis 1600 DPI.

Wichtiger für flüssiges Zeigen ist die Polling-Rate (Abtastrate) in Hertz: Bei 125 Hz meldet die Maus ihre Position alle 8 ms, bei 1000 Hz jede Millisekunde. Manche Modelle erreichen inzwischen 8000 Hz. Optische Sensoren sind heute Standard und laufen auf mehr Oberflächen zuverlässig als die älteren Laser-Sensoren.

Kabellos heißt nicht träge: Moderne 2,4-GHz-Funkverbindungen über einen USB-Dongle sind spürbar reaktionsschneller als Bluetooth, das dafür ohne Empfänger auskommt. Gewicht, Größe und ob man im Palm-, Claw- oder Fingertip-Grip greift, bestimmen die Handhaltung stärker als jedes Datenblatt.

Ergonomie: vertikale Mäuse und Trackballs

Wer viele Stunden am Rechner sitzt, spürt die Maus im Unterarm. Eine klassische, flache Maus zwingt das Handgelenk in Pronation – die Handfläche zeigt nach unten, Elle und Speiche kreuzen sich. Vertikale beziehungsweise ergonomische Mäuse stellen die Hand steiler auf (oft 50 bis 60 Grad) und nehmen so Spannung aus dem Unterarm; sie brauchen ein paar Tage Eingewöhnung.

Trackballs gehen einen anderen Weg: Das Gerät bleibt stehen, nur Daumen oder Finger bewegen die Kugel. Das spart Platz und Armbewegung und funktioniert unabhängig von der Unterlage. Für beide gilt dieselbe Haltung: Der Unterarm sollte aufliegen, das Handgelenk gerade bleiben und die Maus nah am Körper stehen, damit nicht die Schulter die Arbeit macht.

Das richtige Mauspad

Ein Mauspad ist mehr als Deko. Stoff- und Textiloberflächen bieten mehr Reibung und damit Kontrolle beim Abbremsen; harte Kunststoff- oder Aluminiumpads laufen leichter und schneller. Die Größe ist Platz- und Geschmacksfrage: Kleine Pads reichen bei hoher DPI, große XXL-Pads bis unter die Tastatur erlauben niedrige Empfindlichkeit mit großen Armbewegungen.

Eine gummierte Unterseite hält das Pad an Ort und Stelle, vernähte Kanten verhindern Ausfransen. Für optische Sensoren ist eine gleichmäßige, matte Fläche wichtiger als jede Spezialbeschichtung.

Headset und Webcam fürs Homeoffice und Gaming

Beim Headset trennt man geschlossene und offene Bauform: Geschlossene Ohrmuscheln dämmen Umgebungsgeräusche und lassen wenig nach außen – gut im Großraum. Offene klingen luftiger, sind aber in beide Richtungen undicht. Ein als 7.1 Surround beworbener Klang ist bei USB-Headsets fast immer virtuell, also per Software aus zwei Lautsprechern errechnet, kein echtes Mehrkanalsystem. Für die Sprachqualität zählt das Mikrofon: ausklappbare oder abnehmbare Bügelmikrofone sitzen näher am Mund als jedes Laptop-Mikro.

Bei Webcams ist die Auflösung nur die halbe Wahrheit. 1080p (Full HD) ist der sinnvolle Standard; 720p wirkt weich, 4K braucht Licht, Rechenleistung und Bandbreite. Wichtiger als reine Megapixel sind Sensorgröße und Lichtstärke, ein Autofokus und die Bildrate – 30 fps genügt für Videocalls, 60 fps wirkt flüssiger. Das Sichtfeld (FOV) entscheidet, ob nur der Kopf oder der halbe Raum im Bild ist.

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Full-HD-Webcams

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Anschlüsse: USB-Hubs und Docks

Wenn die Ports knapp werden, hilft ein USB-Hub. Entscheidend ist die Stromversorgung: Bus-powered Hubs ziehen ihren Strom aus dem einen Port am Rechner und teilen ihn auf – genug für Sticks, Maus und Tastatur, oft zu wenig für externe Festplatten oder hohe Ladeströme. Self-powered Hubs mit eigenem Netzteil liefern jedem Port die volle Leistung.

Bei der Geschwindigkeit lohnt der Blick auf die Generation: USB 2.0 schafft brutto 480 Mbit/s, USB 3.0 (3.2 Gen 1) rund 5 Gbit/s, Gen 2 bis 10 Gbit/s. Ein Hub ist immer nur so schnell wie sein langsamstes Glied – ein USB-2.0-Hub bremst auch schnelle Sticks aus. USB-C-Docks bündeln darüber hinaus oft Bildausgänge (HDMI, DisplayPort), Netzwerk und Kartenleser über ein einziges Kabel zum Notebook.

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