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Städtereise-Guide

Heidelberg: Schloss, Alte Brücke und der Blick vom Philosophenweg

Was du in Heidelberg sehen musst, wann du am besten kommst und wie du für Kopfsteinpflaster und Schlossaufstieg gepackt bist — mit Empfehlungen, die direkt zum passenden Produkt führen.

Heidelberg an einem Wochenende

Heidelberg liegt dort, wo der Neckar aus dem engen Odenwaldtal in die Rheinebene tritt — und diese Enge prägt alles. Die Altstadt zieht sich als schmales Band zwischen Fluss und bewaldetem Hang entlang, überragt von der Schlossruine aus rotem Neckartäler Sandstein. Fast alles ist zu Fuß erreichbar, aber „zu Fuß" heißt hier: über Kopfsteinpflaster, durch enge Gassen und, wenn du zum Schloss willst, bergauf. Wer mit einer handlichen Reisetasche statt eines Hartschalenkoffers anreist, kommt über das Pflaster der Hauptstraße deutlich entspannter voran — Rollen und historisches Kopfsteinpflaster sind keine Freunde.

Zwei Tage reichen für das Wesentliche: einen für Schloss, Alte Brücke und Altstadt, einen für Philosophenweg und Königstuhl. Pack bequeme Sneaker ein — an einem vollen Tag sammelst du in Heidelberg schnell mehr Höhenmeter, als du erwartest.

Spartipp: die HeidelbergCARD

Die HeidelbergCARD gibt es für ein, zwei oder vier Tage. Enthalten sind die freie Fahrt mit Bus und Bahn im Stadtgebiet, die Bergbahn hinauf zum Schloss sowie der Eintritt in den Schlosshof mit dem Großen Fass, dazu Ermäßigungen auf viele Museen und Führungen. Wer das Schloss besucht und einmal mit der Bergbahn fährt, hat den Kartenpreis meist schon wieder heraus. Erhältlich ist sie unter anderem an der Tourist-Information am Hauptbahnhof — die aktuellen Konditionen stehen auf den offiziellen Seiten der Stadt.

Was du gesehen haben musst

Das Heidelberger Schloss ist der Fixpunkt über der Stadt — keine intakte Residenz, sondern eine Ruine, im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört und danach nie wieder ganz aufgebaut. Genau das macht ihren Reiz aus: der gesprengte, aufgeklappte Pulverturm, der Ottheinrichsbau mit einer der schönsten Renaissancefassaden Deutschlands, weite Terrassen mit Blick über die Dächer. Im Keller steht das Große Fass, ein Weinfass mit rund 220.000 Litern Fassungsvermögen, über das eine Tanzfläche gebaut wurde. Hinauf kommst du zu Fuß über den steilen Burgweg oder bequem mit der historischen Bergbahn ab der Kornmarkt-Station.

Unten am Fluss spannt sich die Alte Brücke (offiziell Karl-Theodor-Brücke) über den Neckar — eine Sandsteinbrücke aus dem 18. Jahrhundert mit zwei markanten Brückentürmen am Altstadtende. An ihrem Zugang sitzt der Brückenaffe aus Bronze, ein alter Spottgruß an die Stadt; wer den Spiegel in seiner Hand berührt, kehrt der Sage nach nach Heidelberg zurück.

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Schuhe fürs Kopfsteinpflaster

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Der Philosophenweg — der beste Blick auf die Stadt

Den berühmtesten Blick auf Heidelberg hat man nicht vom Schloss, sondern von gegenüber: vom Philosophenweg am sonnigen Nordhang über dem Neckar. Von hier liegen Altstadt, Alte Brücke und Schloss in einer Reihe vor dir, im Abendlicht leuchtet der Sandstein rötlich — kein Wunder, dass der Weg seit der Romantik als Inbegriff des Heidelberg-Panoramas gilt. Der Aufstieg über die Schlangenwegtreppe ist kurz, aber steil und stellenweise glatt. Feste Wanderschuhe mit Profil sind hier keine Übertreibung, gerade wenn das Laub nass ist.

Wer weiter will, folgt dem Hang hinauf zum Heiligenberg mit den Resten des Michaelsklosters. Unten am gegenüberliegenden Ufer lädt die Neckarwiese zum Pausieren — die lange Uferwiese ist im Sommer der Treffpunkt der Stadt. Für den Tag draußen reicht ein leichter Rucksack mit Wasser und Jacke.

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Für Philosophenweg und Königstuhl gepackt

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Die älteste Universität Deutschlands

Heidelberg ist seit 1386 Universitätsstadt — die Ruprecht-Karls-Universität ist die älteste Deutschlands, und man merkt es der Altstadt bis heute an. Rund um den Universitätsplatz liegen die Alte Aula mit ihrer holzvertäfelten Festhalle und der berüchtigte Studentenkarzer, in dem Studenten früher ihre Strafen absaßen und die Wände über Generationen mit Zeichnungen und Sinnsprüchen bedeckten. Ein paar Schritte weiter verwahrt die Universitätsbibliothek den berühmten Codex Manesse, die große mittelalterliche Liedersammlung.

Die Hauptstraße verbindet das alles: rund 1,6 Kilometer schnurgerade durch die Altstadt, eine der längsten Fußgängerzonen Europas, vom Bismarckplatz bis zum Karlstor. In ihrer Mitte öffnet sich der Marktplatz mit der Heiliggeistkirche, der großen gotischen Stadtkirche, deren Turm man besteigen kann. In ihre Außenwände waren jahrhundertelang kleine Marktbuden eingebaut — ein paar Nischen erinnern noch daran.

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Gegen den Regen im Neckartal

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Beste Reisezeit und Anreise

Am schönsten ist Heidelberg im späten Frühjahr und im Frühherbst — Mai, Juni und September bringen mildes Wetter und lange, helle Abende am Fluss, ohne die Hitze und den Andrang des Hochsommers. Und voll wird es: Heidelberg gehört zu den meistbesuchten Städten Deutschlands, im Juli und August drängt es sich in der Hauptstraße. Das Neckartal ist zudem regenanfällig; eine zusammenfaltbare Regenjacke gehört auch im Sommer ins Gepäck.

Wer ganz hoch hinaus will, fährt mit der Bergbahn über das Schloss hinaus bis zum Königstuhl, dem Hausberg auf gut 560 Metern, mit Blick über die Rheinebene bis zum Pfälzerwald. Die Anreise ist einfach: Der Hauptbahnhof liegt im Fernverkehrsnetz, von dort bringt dich die Straßenbahn der rnv in wenigen Minuten Richtung Bismarckplatz und Altstadt. Der nächste große Flughafen ist Frankfurt (FRA), per Bahn gut angebunden, alternativ Stuttgart (STR). Weil die Altstadt eng und größtenteils autofrei ist, brauchst du vor Ort kein Auto — ein leichter Trolley reicht, auch wenn du ihn auf dem Kopfsteinpflaster eher tragen als rollen wirst.

Und wenn ein Tag übrig bleibt: Von Heidelberg aus sind Frankfurt, Mainz und Stuttgart allesamt bequeme Tagesausflüge mit der Bahn — die ganze Region ist dicht vernetzt.

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Handlich gepackt für zwei Tage

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Zentral in der Altstadt übernachten

Zentraler geht es kaum — diese Häuser liegen in der Altstadt, am Neckar oder wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

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Weitere Hotels in Heidelberg

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