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Städtereise-Guide

Düsseldorf: Kö, Altbier und ein Wochenende am Rhein

Was du in Düsseldorf sehen musst, wann du kommst und wie du für Rhein-Wetter gepackt bist — mit Empfehlungen, die direkt zum passenden Produkt führen.

Düsseldorf an einem Wochenende

Düsseldorf ist die Stadt, die man nicht mit Köln verwechseln sollte — und die Einheimischen achten sehr genau darauf. Keine halbe Stunde rheinabwärts liegt die Konkurrenz, doch zwischen Altbier und Kölsch verläuft eine Grenze, die man mit einem Augenzwinkern nimmt und trotzdem niemals ganz. Wer aus Köln kommt, bestellt sein Kölsch hier besser nicht. Und wer die andere Seite kennenlernen will, fährt einmal nach Köln — und merkt schnell, dass beide Städte stolzer aufeinander schielen, als sie zugeben.

Düsseldorf trägt man leicht. Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen ist kompakt: Vom Hauptbahnhof zur Altstadt, von der Königsallee an den Rhein und weiter in den Medienhafen läuft man alles zu Fuß. Ein Wochenende reicht, um die Stadt zu greifen, und ein handlicher Kabinentrolley plus eine wetterfeste Regenjacke sind für einen Städtetrip an den Rhein fast immer die richtige Wahl — das Wetter kippt hier so schnell wie die Stimmung im Derby.

Spartipp: DüsseldorfCard und die Rheinbahn

Die DüsseldorfCard gibt es für 24, 48, 72 oder 96 Stunden. Sie enthält die freie Fahrt mit Bus, Bahn und der Rheinbahn im Stadtgebiet und dazu Rabatte auf viele Museen, Führungen und Rheinschifffahrten. Wer mehr als zwei Museen plant oder viel unterwegs ist, hat sie meist wieder drin. Ohne Card lohnt sich für kurze Strecken das Einzelticket der Rheinbahn — die aktuellen Preisstufen und Tarife stehen auf der offiziellen Seite der Rheinbahn, feste Zahlen veralten hier schnell.

Die längste Theke der Welt

Die Altstadt nennt man nicht ohne Grund die „längste Theke der Welt“: Auf engem Raum drängen sich Hunderte Kneipen, Brauhäuser und Bars, und an einem lauen Abend verschwimmt die Grenze zwischen den Lokalen zu einer einzigen Feier unter freiem Himmel. Das Getränk dazu ist das Altbier — dunkel, malzig, obergärig, in kleinen Stangen serviert und vom Köbes so lange nachgeschenkt, bis man den Deckel aufs Glas legt. Die Hausbrauereien Uerige, Füchschen, Schumacher und Schlüssel brauen ihr Alt bis heute selbst; ein Rundgang von einer zur nächsten ist der ehrlichste Stadtplan, den Düsseldorf zu bieten hat.

Wer die Altstadt zu Fuß nimmt — und anders geht es kaum —, ist mit festen Sneakern auf dem alten Kopfsteinpflaster deutlich besser dran als in glatten Sohlen. Zwischen zwei Alt lohnt der Blick auf die Basilika St. Lambertus mit ihrem verdrehten Turmhelm und auf den Marktplatz mit dem Reiterstandbild vor dem Rathaus.

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Feste Sohlen für die Altstadt

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Rhein, Medienhafen und der Turm

Vom Trubel der Altstadt sind es nur ein paar Schritte an die Rheinuferpromenade. Wo früher eine Hochstraße den Fluss von der Stadt trennte, verläuft der Verkehr heute im Tunnel darunter, und oben spazieren, radeln und flanieren die Düsseldorfer am Wasser — bei Sonne sitzt die halbe Stadt auf den Treppenstufen zum Rhein. Flussabwärts beginnt der Medienhafen, das alte Handelshafenbecken, das zum Architektur-Schaufenster wurde: Die geschwungenen, silbrig und weiß verkleideten Bauten von Frank Gehry (der „Neue Zollhof“) sind das meistfotografierte Motiv der Stadt.

Darüber ragt der Rheinturm auf, mit rund 240 Metern das höchste Bauwerk Düsseldorfs; die Lichtpunkte an seinem Schaft bilden eine der größten Lichtzeituhren der Welt. Wer lieber Kunst als Höhe sucht, findet in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit ihren Häusern K20 am Grabbeplatz und K21 im Ständehaus eine der bedeutendsten Sammlungen der Moderne und Gegenwart im Land.

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Gegen den Rheinschauer

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Die Kö und das Japanviertel

Die Königsallee — von allen nur „die “ genannt — ist Düsseldorfs Bühne für den großen Auftritt. Beidseits eines breiten Stadtgrabens, in dem sich Platanen und Fassaden spiegeln, reihen sich die Luxushäuser: Mode, Schmuck, Uhren, dazwischen die glasüberdachten Passagen. Man muss hier nichts kaufen, um die Kö zu genießen — der Bummel unter den Bäumen, ein Kaffee am Wasser und das Schauen sind gratis. Ein leichter Rucksack reicht für einen Nachmittag zwischen Schaufenstern und Cafés völlig.

Weniger bekannt, aber mindestens so sehenswert ist das Japanviertel rund um die Immermannstraße nahe dem Hauptbahnhof. Düsseldorf beherbergt eine der größten japanischen Gemeinden Europas, und das schmeckt man: Ramen-Läden, Izakaya, japanische Bäckereien und Supermärkte liegen dicht beieinander. Wer echtes Ramen oder frische Mochi sucht, ist hier richtiger als in jedem Reiseführer-Klischee.

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Fürs Wochenendgepäck

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Beste Reisezeit und Anreise

Mai, Juni und September sind mild und trocken genug für lange Tage am Rhein. Der Hochsommer ist voll, der Winter grau — mit einer Ausnahme: An Karneval steht Düsseldorf kopf, vom Sessionsbeginn am 11.11. bis zum Rosenmontag mit einem der größten Umzüge Deutschlands. Dann ist die Stadt ausgebucht und ausgelassen; wer das sucht, bucht früh, wer es meidet, meidet diese Woche.

Ankommen ist einfach: Der Hauptbahnhof liegt zentral und ist ICE-Knoten, von dort bringt dich die Rheinbahn in Minuten in die Altstadt oder an die Kö. Der Flughafen Düsseldorf (DUS) ist einer der größten Deutschlands und mit S-Bahn und dem SkyTrain in rund einer Viertelstunde an der City. Für ein Wochenende genügt eine gut gepackte Reisetasche — Düsseldorf ist eine Stadt für kurze, intensive Trips, bei denen man abends noch weiß, in welchem Brauhaus man angefangen hat.

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Zentral übernachten — an der Kö und in der City

Diese Häuser liegen zentral zwischen Königsallee, Altstadt und Hauptbahnhof — von hier ist alles zu Fuß erreichbar.

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