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Vom Bluetooth-Lautsprecher bis zum Plattenspieler

Audio & HiFi

Guter Klang beginnt bei der passenden Bauform. Dieser Ratgeber erklärt Lautsprecher, Kopfhörer, Soundbars und Plattenspieler mit den Kennwerten, die beim Auswählen wirklich zählen — von Impedanz und Watt über Bluetooth-Codecs bis zu Kanälen und Antriebsarten.

Lautsprecher: aktiv, passiv, Ohm und Watt

Ein Lautsprecher wandelt ein elektrisches Signal in Schall. Man unterscheidet aktive und passive Boxen: Aktivlautsprecher haben den Verstärker eingebaut und brauchen nur Strom und eine Quelle, passive Boxen benötigen einen separaten Verstärker. Zwei Kennwerte stehen in fast jedem Datenblatt. Die Impedanz, angegeben in Ohm (Ω), liegt bei Heim-Lautsprechern meist bei 4, 6 oder 8 Ω und sollte zum Verstärker passen. Die Leistung in Watt ist als RMS- oder Dauerleistung aussagekräftig; die oft höhere "Musik-" oder "Peak-Leistung" beschreibt nur kurze Spitzen und sagt wenig über die Lautstärke im Alltag. Mehr Watt bedeutet nicht automatisch besseren Klang, sondern vor allem Reserve. Portable Bluetooth-Lautsprecher übertragen das Signal drahtlos — welcher Codec dabei genutzt wird, entscheidet über die mögliche Qualität (dazu weiter unten mehr).

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Bluetooth-Lautsprecher

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Kopfhörer: Bauform, offen oder geschlossen, ANC

Kopfhörer lassen sich nach Bauform ordnen. Over-Ear-Modelle umschließen die Ohrmuschel vollständig, On-Ear-Hörer liegen auf der Ohrmuschel auf, In-Ears sitzen im Gehörgang. Für den Klangcharakter noch wichtiger ist die Frage offen oder geschlossen. Offene (open-back) Kopfhörer lassen Luft durch die Ohrmuschel, klingen dadurch oft räumlicher und natürlicher, dringen aber nach außen und lassen Umgebungsgeräusche herein — angenehm zu Hause, unpraktisch im Zug. Geschlossene (closed-back) Modelle dämmen nach außen ab und halten den Schall innen, was sie für unterwegs eignet. Davon zu trennen ist Active Noise Cancelling (ANC): Mikrofone messen den Umgebungslärm, die Elektronik erzeugt ein gegenphasiges Signal und löscht vor allem gleichförmige, tiefe Geräusche wie Motorenbrummen aus. ANC ist eine aktive Technik und ersetzt keine bauliche Abschirmung, ergänzt sie aber.

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Kopfhörer: Over-Ear & Wireless

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Bluetooth-Codecs und True Wireless

Bei drahtlosen Kopfhörern begrenzt der Bluetooth-Codec die mögliche Übertragungsqualität. SBC ist der Pflicht-Codec, den jedes Bluetooth-Audiogerät beherrscht — robust, aber stark komprimiert. AAC wird vor allem auf Apple-Geräten effizient genutzt. Die aptX-Familie von Qualcomm (aptX, aptX HD, aptX Adaptive) und Sonys LDAC zielen auf höhere Bitraten und damit mehr Detail, greifen aber nur, wenn Sender und Empfänger denselben Codec unterstützen. Neben der Qualität zählt die Latenz: Für Video und Spiele ist eine niedrige Verzögerung wichtig, damit Bild und Ton zusammenpassen. True-Wireless-In-Ears sind komplett kabellos und laden im mitgelieferten Case; kabelgebundene In-Ears mit 3,5-mm-Klinke kommen ohne Akku und ohne Codec aus, weil sie das Signal analog übertragen.

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In-Ear & True Wireless

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Soundbar-Kanäle: 2.1, 5.1, 7.1 und Dolby Atmos

Eine Soundbar bündelt mehrere Lautsprecher in einem flachen Gehäuse und ersetzt den dünnen Fernsehton. Die Kanalzahl wird als Ziffernfolge angegeben: Die erste Zahl nennt die Hauptkanäle auf Ohrhöhe, die zweite den Subwoofer. 2.0 ist reines Stereo, 2.1 ergänzt einen Subwoofer für den Bass, 3.1 fügt einen Center-Kanal für klarere Stimmen hinzu, 5.1 verteilt den Ton auf Front-, Center- und zwei Surround-Kanäle plus Subwoofer, 7.1 nutzt zwei weitere Surround-Kanäle zusätzlich. Kommt eine dritte Zahl hinzu (etwa 5.1.2), bezeichnet sie nach oben abstrahlende Höhenkanäle für Dolby Atmos, das Klänge auch über dem Zuhörer platzieren kann. Ein Subwoofer übernimmt die tiefen Frequenzen unterhalb von etwa 100 bis 120 Hertz, die kleine Gehäuse nicht sauber wiedergeben.

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Soundbars & Heimkino

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Plattenspieler: Antrieb, Tonabnehmer, Phono

Der Plattenspieler tastet die Rille einer Schallplatte mechanisch ab. Zwei Antriebsarten sind verbreitet: Beim Riemenantrieb entkoppelt ein elastischer Riemen den Motor vom Teller und hält Vibrationen fern; der Direktantrieb treibt den Teller unmittelbar an, läuft schnell auf Drehzahl und wird deshalb im DJ-Bereich bevorzugt. Standard-Drehzahlen sind 33⅓ Umdrehungen pro Minute für LPs und 45 für Singles. Der Tonabnehmer wandelt die Nadelbewegung in ein Spannungssignal; verbreitet sind Moving-Magnet- (MM) und Moving-Coil-Systeme (MC). Das sehr leise Signal muss ein Phono-Vorverstärker anheben und entzerren — manche Plattenspieler haben ihn eingebaut, sonst braucht der Verstärker einen Phono-Eingang. Modelle mit USB-Ausgang können Platten direkt digitalisieren. Das menschliche Gehör reicht grob von 20 Hertz bis 20 Kilohertz, worauf die gesamte Wiedergabekette ausgelegt ist.

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Plattenspieler

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