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Die Grundausstattung fürs Training zu Hause – und wie man sie auswählt

Fitness & Home-Gym

Kurzhanteln, Bänder, Ball, Matte und Faszienrolle: Mit wenigen Kleingeräten steht ein vollständiges Ganzkörpertraining in der eigenen Wohnung. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es bei Gewichtsstufen, Band-Stärken, Ballgröße und Mattendicke ankommt.

Was ins Heim-Studio gehört

Ein Heimtraining braucht keine Kraftstation und keinen eigenen Kellerraum. Der Großteil eines vollständigen Ganzkörperprogramms lässt sich mit einer Handvoll Kleingeräten abdecken, die zusammen in eine Ecke oder unter das Sofa passen. Sinnvoll ist eine Kombination aus einem Gewicht (Kurzhanteln), einem elastischen Widerstand (Band), einer Unterlage (Matte) und einem Werkzeug zur Regeneration (Faszienrolle). Damit trainiert man Kraft, Beweglichkeit und Kondition, ohne an ein Studio gebunden zu sein.

Der Vorteil freier Kleingeräte gegenüber Maschinen liegt darin, dass sie die stabilisierende Muskulatur mitfordern: Das Gewicht muss in alle Richtungen kontrolliert werden, nicht nur auf einer vorgegebenen Schiene. Und sie wachsen mit, weil sich Übungen und Widerstände beliebig steigern lassen. Wer klein anfängt und wenige Teile bewusst auswählt, trainiert am Ende regelmäßiger als mit einem überfüllten Geräteschrank.

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Kurzhanteln für jede Stufe

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Die richtige Gewichtsstufe

Bei Kurzhanteln entscheidet nicht das schwerste Einzelgewicht, sondern die passende Abstufung. Kleine Muskelgruppen wie Schultern, Bizeps und die Rotatoren ermüden früh – hier sind leichte Hanteln in feinen Sprüngen sinnvoll, damit sich eine Übung sauber zu Ende führen lässt. Große Muskelgruppen wie Rücken, Brust und Beine vertragen deutlich mehr Last und größere Sprünge zwischen den Stufen.

Statt eines einzelnen Paars lohnen sich deshalb zwei bis drei Gewichte oder ein verstellbares Set, damit für jede Übung die richtige Last bereitliegt. Eine Vinyl- oder Neoprenbeschichtung schont Boden und Hände und dämpft das metallische Klappern. Entscheidend bleibt die Progression: Sobald die letzte Wiederholung einer Übung sauber gelingt, ist die nächste Stufe an der Reihe – langsam gesteigert, nicht sprunghaft.

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Gymnastikbälle in der richtigen Größe

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Welcher Balldurchmesser passt?

Ein Gymnastikball ersetzt keine Hantel, aber er schult Gleichgewicht und Rumpf und lässt sich als bewegter Sitz nutzen. Entscheidend ist der Durchmesser, und der richtet sich nach der Körpergröße: Wer aufrecht auf dem Ball sitzt, sollte Knie und Hüfte etwa im rechten Winkel haben, die Oberschenkel dabei leicht nach vorne abfallend. Als Faustregel gilt der kleinere Ball für kleinere, der größere für größere Menschen – im Grenzfall entscheidet die Beinlänge, nicht das Gefühl.

Achten sollte man auf die Kennzeichnung als berstsicher (anti-burst): Ein solcher Ball verliert bei einer Beschädigung langsam Luft, statt schlagartig zu platzen. Die zulässige Belastung steht auf der Verpackung und sollte mit Reserve über dem eigenen Körpergewicht liegen. Vor der ersten Nutzung braucht der Ball etwas Zeit zum Dehnen und muss danach meist noch einmal nachgepumpt werden.

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Widerstandsbänder von leicht bis stark

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Bänder richtig dosieren

Widerstandsbänder sind das platzsparendste Krafttraining überhaupt – und das am schwersten zu dosierende, weil der Widerstand nicht in Kilogramm, sondern in Dehnung steht. Je weiter ein Band gedehnt wird, desto größer die Kraft, die es zurückgibt; dieselbe Übung wird also allein über die Grifflänge leichter oder schwerer.

Die Stärke ist meist über Farben codiert, doch die Zuordnung unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller – die Farbe des einen Anbieters sagt nichts über die des anderen. Verlassen sollte man sich deshalb auf die Stärkeangabe (leicht, mittel, stark) innerhalb desselben Sets. Grob gibt es drei Bauformen: geschlossene Mini-Loops für Bein- und Gesäßübungen, Tubes mit Griffen für Zug- und Druckbewegungen des Oberkörpers und lange offene Bänder für Mobilität und Reha. Für Allergiker gibt es latexfreie Varianten. Ein Einsteiger fährt mit einem Set aus mehreren Stärken besser als mit einem einzelnen Band.

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Yoga- und Gymnastikmatten

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Wie dick sollte die Matte sein?

Bei Matten ist die Dicke der wichtigste Parameter – und immer ein Kompromiss. Dünne Matten um drei bis vier Millimeter geben viel Bodenkontakt und Standsicherheit und eignen sich für Yoga, Balance und stehende Übungen, bei denen ein weicher Untergrund stört. Dickere Matten um sechs Millimeter polstern Knie, Ellbogen und Wirbelsäule stärker und sind für Boden- und Rückenübungen angenehmer. Sehr dicke Gymnastik- und Fitnessmatten ab etwa einem Zentimeter dämpfen am meisten, machen dafür jede Standübung instabil.

Neben der Dicke zählt die Rutschfestigkeit: Naturkautschuk und TPE greifen besser als glattes PVC, gerade wenn man ins Schwitzen kommt. Die Länge sollte zur Körpergröße passen – Standardmatten enden bei großen Menschen zu früh, weshalb es extralange und extrabreite Varianten gibt. Wer viel schwitzt, wählt eine abwaschbare Oberfläche.

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Faszienrollen und Massagebälle

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Faszientraining – so geht es

Faszientraining bedeutet, mit einer Rolle oder einem Ball Druck auf das Bindegewebe und verspannte Muskelbereiche zu geben – die sogenannte selbstmyofasziale Entspannung. Man rollt langsam über eine Muskelgruppe, verweilt an empfindlichen Punkten und atmet ruhig weiter; ruckartiges Rollen bringt wenig. Ausgespart werden Gelenke, Knochen und die Wirbelsäule selbst – gearbeitet wird auf dem Muskel daneben.

Der Härtegrad bestimmt die Intensität: Weiche, glatte Rollen sind für den Einstieg richtig, harte oder genoppte Rollen wirken tiefer und sind für Geübte gedacht. Kleine Bälle erreichen punktuell, was die Rolle nicht fasst – Fußsohle, Nacken oder Gesäß. Vor dem Sport lockert kurzes Rollen die Muskulatur, danach kann es die Regeneration unterstützen. Der Druck sollte spürbar, aber auszuhalten sein – nie so stark, dass man die Luft anhält.

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Springseile fürs Kardiotraining

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