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Städtereise-Guide

Dortmund

Vom Kohlenpott zur Kulturstadt: Was du in Dortmund sehen musst, wann du kommst und wie du fürs Ruhrpott-Wetter gepackt bist — mit Empfehlungen, die direkt zum passenden Produkt führen.

Dortmund an einem Wochenende

Dortmund ist die größte Stadt des Ruhrgebiets und eine der grünsten Großstädte Deutschlands — eine Kombination, die man erst versteht, wenn man da ist. Zwischen dem historischen Stadtkern rund um die Reinoldikirche, den weiten Parks im Süden und dem Wasser am Phoenix-See liegt eine Stadt, die ihren Wandel vom Kohle- und Stahlrevier zur Kultur- und Freizeitstadt offen zeigt. Man läuft hier viel, oft über altes Kopfsteinpflaster und entlang ehemaliger Industrieflächen, und das Ruhrpott-Wetter meint es selten einen ganzen Tag lang gut.

Wer mit leichter Reisetasche und einer wasserdichten Jacke anreist, ist für einen Städtetrip an den meisten Wochenenden richtig ausgestattet. Dortmund belohnt kurze, intensive Trips: Die Wege innerhalb der Innenstadt sind fußläufig, und für alles andere fährt die Stadtbahn eng getaktet.

Vom Kohlenpott zum Kulturrevier

Dortmund war über ein Jahrhundert eine Stadt der Zechen, Kokereien und Stahlwerke. Als in den Sechzigern und Siebzigern erst die Kohle und dann der Stahl wegbrachen, hätte das das Ende sein können — stattdessen wurde daraus das Selbstverständnis der Stadt. Die alten Industrieorte stehen heute nicht als Ruinen herum, sondern sind Museen, Bühnen und Aussichtspunkte.

Sinnbild dafür ist das Dortmunder U: der wuchtige Turm der ehemaligen Union-Brauerei, gekrönt von dem großen, weithin sichtbaren U, heute ein Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft. Wer das Prinzip in Reinform sehen will, fährt hinaus zur Zeche Zollern im Westen — ein Ankerpunkt der Route der Industriekultur, berühmt für ihre Jugendstil-Maschinenhalle und das gläserne Portal, das damals als viel zu prächtig für eine Zeche galt. Die Route verbindet solche Orte quer durchs Revier; Zollern ist einer der schönsten Einstiege.

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Für die Stadt gepackt

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Die Gelbe Wand und das Fußballmuseum

An Fußball kommt man in Dortmund nicht vorbei, und das sollte man auch nicht. Der Signal Iduna Park — vielen noch als Westfalenstadion vertraut — ist das größte Stadion Deutschlands. Sein Herzstück ist die Südtribüne, die legendäre Gelbe Wand: die größte Stehplatztribüne Europas, an Spieltagen eine einzige Wand aus Menschen. Auch ohne Spiel lohnt der Weg, viele erleben die Dimension erst im leeren Rund einer Führung.

Direkt gegenüber dem Hauptbahnhof steht das Deutsche Fußballmuseum, die nationale Bühne für die Geschichte des Sports — von den frühen Vereinen über die Weltmeistertitel bis zur Bundesliga. Für den Weg zwischen Bahnhof, Stadion und Innenstadt sind bequeme Sneaker die klügere Wahl als schöne Schuhe.

Spartipp: DortmundCard und DSW21

Vor Ort fährt die DSW21 mit Stadtbahn und Bus dicht getaktet — für Ziele wie den Phoenix-See, das Stadion oder die Zeche Zollern brauchst du sie. Die DortmundCard bündelt die Fahrten mit Ermäßigungen auf viele Museen und Führungen. Wer mehr als ein, zwei Sehenswürdigkeiten plant und dazu Bahn fährt, hat sie meist schnell wieder drin. Aktuelle Preise und Gültigkeit stehen auf den offiziellen Seiten der Stadt und des Verkehrsverbunds.

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Schuhe fürs Pflaster

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Grün und Wasser: Westfalenpark und Phoenix-See

Dass Dortmund grün ist, merkt man im Süden am deutlichsten. Der Westfalenpark ist eine weite Parklandschaft aus Bundesgartenschau-Zeiten, über der der Florianturm aufragt — der schlanke Fernseh- und Aussichtsturm, der der Stadt seit den späten Fünfzigern als Landmarke dient und bei klarer Sicht das ganze Revier überblickt.

Das jüngste Wahrzeichen ist der Phoenix-See im Stadtteil Hörde. Wo bis vor wenigen Jahrzehnten das Stahlwerk Phoenix-Ost glühte, liegt heute ein künstlich gefluteter See mit Promenade, Segelbooten und Restaurants — ein Ort, an dem der Strukturwandel buchstäblich zu Wasser geworden ist. Eine Runde um den See ist der entspannteste Spaziergang der Stadt; für den halben Tag genügt ein leichter Rucksack mit Wasser und Regenschutz.

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Für den Tag am See

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Alter Markt, Reinoldikirche und das Dortmunder Export

Der historische Kern liegt kompakt um den Alten Markt und die Reinoldikirche, benannt nach dem Stadtpatron Reinoldus. Von hier aus ist die Innenstadt in alle Richtungen zu Fuß erschlossen. Zwischen den Einkaufsstraßen und Plätzen findet sich immer eine Kneipe für eine Pause — und das Getränk dazu hat einen Namen, der um die Welt ging.

Dortmund war einst eine der größten Bierstädte Europas, und der Bierstil Dortmunder Export — hell, vollmundig, etwas kräftiger eingebraut als ein normales Lager — trägt den Namen der Stadt bis heute in sich. Wer die Brauereigeschichte vertiefen will, findet sie im Umfeld des Dortmunder U wieder, das selbst in einem alten Brauereiturm sitzt.

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Gegen den Ruhrpott-Regen

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Beste Reisezeit und Anreise

Mai, Juni und September sind mild und trocken genug für lange Tage draußen — ideal für Parks und die Seepromenade. Im Hochsommer ist es voll, im Winter grau und nass; wer dann kommt, plant mehr für drinnen, und davon hat Dortmund mit seinen Museen reichlich.

Die Anreise ist bequem: Der Hauptbahnhof ist ein ICE-Knoten mitten im Ruhrgebiet, der Dortmund Airport (DTM) liegt östlich der Stadt und ist per Bahn und Shuttle angebunden. Innerhalb der polyzentrischen Metropole Ruhr sind Köln und Düsseldorf nur eine kurze Zugfahrt entfernt — ein Wochenende in Dortmund lässt sich gut mit mehr zu Köln oder einem Abstecher nach Düsseldorf verbinden, und auch Leipzig ist über die Schnellstrecke gut erreichbar. Für den Kurztrip reicht ein handliches Handgepäck — mehr braucht ein Wochenende nicht.

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Handgepäck für den Kurztrip

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Zentral übernachten in Dortmund

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