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Städtereise-Guide

Berlin

Was du in Berlin sehen musst, wie du die riesige Stadt mit Bus und Bahn in den Griff bekommst und wie du fürs viele Laufen gepackt bist — mit Empfehlungen, die direkt zum passenden Produkt führen.

Berlin an einem langen Wochenende

Berlin ist keine Stadt, die man an einem Tag abläuft. Sie ist auf der Fläche fast neunmal so groß wie Paris, und zwischen zwei Sehenswürdigkeiten liegen oft mehrere U-Bahn-Stationen. Wer zum ersten Mal kommt, unterschätzt die Entfernungen fast immer: Vom Brandenburger Tor bis zur East Side Gallery sind es Luftlinie über fünf Kilometer, und quer durch die Stadt ist man schnell eine Stunde unterwegs. Deshalb gilt für einen Städtetrip hierher: leicht und flexibel packen.

Mit einem handlichen Kabinentrolley, einer robusten Reisetasche und einer wetterfesten Jacke im Gepäck bist du für ein langes Wochenende zwischen Mitte und Kreuzberg gut aufgestellt. Berlin hat kontinentales Klima: Die Sommer werden richtig warm, die Winter richtig kalt, und ein Schauer zieht auch im Juni gern mal quer über die Spree.

Spartipp: Berlin WelcomeCard und das BVG-Netz

Berlin fährt mit der BVG, und das dichte Netz ist der eigentliche Schlüssel zur Stadt: U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn und Bus greifen ineinander und laufen die halbe Nacht durch. Für Reisende lohnt sich fast immer die Berlin WelcomeCard — sie enthält freie Fahrt im gewählten Tarifbereich und Rabatte auf viele Museen, Touren und die Spree-Rundfahrten.

Entscheidend ist der richtige Tarifbereich: AB deckt fast alles innerhalb des S-Bahn-Rings ab, ABC schließt den Flughafen BER und Potsdam mit ein. Wer also zum Flughafen oder nach Potsdam will, braucht ABC. Einzeltickets entwertet man vor der Fahrt — Kontrollen sind häufiger, als viele Besucher erwarten.

Was du gesehen haben musst

Rund um die Straße Unter den Linden liegt der historische Kern fußläufig beieinander. Das Brandenburger Tor am Pariser Platz ist das einzige erhaltene Stadttor Berlins und der Fixpunkt jeder ersten Runde. Gleich dahinter steht der Reichstag mit seiner gläsernen Kuppel: Der Aufstieg in die Kuppel ist kostenlos, aber nur mit Voranmeldung über die Website des Bundestags — wer spontan kommt, steht vor verschlossener Tür.

Die Museumsinsel im Spreebogen ist UNESCO-Welterbe und versammelt fünf Häuser: Altes Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum und Pergamonmuseum. Für alle fünf reicht ein Nachmittag nicht — und weil das Pergamonmuseum gerade in Teilen saniert wird, lohnt der Blick auf die Website, was wirklich geöffnet ist. Die East Side Gallery ist mit gut anderthalb Kilometern das längste erhaltene Stück der Berliner Mauer, durchgehend bemalt und frei zugänglich entlang der Spree.

Der Fernsehturm am Alexanderplatz ist mit über 360 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands; Aussichtsplattform und Drehrestaurant erreichst du per Aufzug, ein Ticket mit Zeitfenster erspart die Warteschlange. Checkpoint Charlie ist heute vor allem ein Erinnerungsort mit dokumentarischer Freiluftausstellung — der historische Kern lohnt, der Rummel drumherum weniger.

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Die Kieze: wo Berlin wirklich passiert

Berlins Charakter steckt weniger in den großen Bauwerken als in den Kiezen, den Vierteln mit eigenem Rhythmus. Kreuzberg ist rau, migrantisch geprägt und nachts wach; rund um das Kottbusser Tor und die Oranienstraße reihen sich Spätis, Bars und der türkische Markt am Maybachufer. Prenzlauer Berg im Nordosten ist ruhiger und bürgerlicher geworden: sanierte Altbauten, Cafés und der Sonntagsflohmarkt am Mauerpark mit dem legendären Karaoke im Amphitheater. Neukölln ist das jüngere, ungeschliffenere Gegenstück, Friedrichshain das Herz der Clubkultur.

Zwischen den Kiezen läuft man viel — über Kopfsteinpflaster, über Brücken, durch Parks wie den Tiergarten oder den Görlitzer Park. Ein Paar eingelaufene, bequeme Sneaker ist hier wichtiger als schickes Schuhwerk, und ein leichter Rucksack für Wasserflasche, Jacke und Kamera macht die langen Tage angenehmer. Und wenn dir eine Stadt nicht reicht: Der ICE bringt dich in gut anderthalb Stunden nach Hamburg, in rund vier Stunden nach München, und auch Dresden ist ein bequemer Tagesausflug.

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Schuhe für 20.000 Schritte am Tag

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Beste Reisezeit und Anreise

Die angenehmsten Monate sind Mai, Juni und September: mild, lange hell, die Biergärten offen, ohne die Enge des Hochsommers. Juli und August sind warm und voll, im Winter wird es früh dunkel und grau — dafür sind Hotels und Museen günstiger und deutlich leerer. Weil Berlin kontinentales Wetter hat, liegen heiße Sommertage und richtig kalte Wintertage dichter beieinander als an der Küste; eine Zwiebel-Schichtung im Gepäck ist nie verkehrt.

Angereist wird meist über den Berliner Hauptbahnhof, einen der größten Kreuzungsbahnhöfe Europas, von dem aus S-Bahn und Tram dich in Minuten in die Mitte bringen. Der Flughafen BER südöstlich der Stadt hängt per Flughafen-Express (FEX) und S-Bahn in gut einer halben Stunde am Zentrum — fürs Ticket brauchst du den Tarifbereich C. Innerhalb der Stadt ist das eigene Auto eher Ballast: Parkraum ist knapp und teuer, und die Umweltzone innerhalb des S-Bahn-Rings verlangt eine grüne Plakette.

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Gegen den Berliner Schauer

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Reisetasche für den Kurztrip

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Mitten in Berlin übernachten

Zentraler geht es kaum — diese Häuser liegen in Mitte und rund um den Alexanderplatz, wenige Minuten von den großen Sehenswürdigkeiten.

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