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Städtereise-Guide

München: Marienplatz, Biergärten und die Alpen vor der Tür

München in zehn Minuten

München ist eine Stadt für Tage draußen: der Weg vom Marienplatz über den Viktualienmarkt in den Englischen Garten ist kurz, aber man läuft ihn selten unter 15.000 Schritten, weil unterwegs ständig etwas zum Stehenbleiben ist. Wer mit leichtem Handgepäck und bequemen Sneakern anreist, ist für ein Wochenende zwischen Altstadt, Isar und Biergarten richtig ausgerüstet.

Das Wetter ist der Grund, warum man in München eine Lage im Gepäck haben sollte, die man aus- und wieder anziehen kann. Die Nähe zu den Alpen bringt den Föhn: An klaren Tagen sieht man vom Stadtrand die Berge, aber ein blauer Morgen kann bis zum Nachmittag in einen Regenschauer kippen. Eine leichte Softshelljacke löst das Problem für fast jeden Städtetrip zwischen Frühling und Herbst.

Spartipp: MVV, München Card und CityTourCard

Der öffentliche Verkehr in München ist der MVV — U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus in einem Tarif. Für die Altstadt braucht man ihn kaum, alles zwischen Hauptbahnhof, Marienplatz und Isartor ist zu Fuß machbar. Für Fahrten hinaus (Nymphenburg, Olympiapark, Flughafen) lohnt ein Tagesticket für die Innenraum-Zone.

Wer mehrere Museen und Fahrten plant, vergleicht die München Card (Rabatte) mit der CityTourCard (freie MVV-Fahrt plus Ermäßigungen). Beide gibt es für 1 bis 6 Tage und als Gruppenvariante — welche günstiger ist, hängt davon ab, ob man mehr fährt oder mehr besichtigt. Die genauen Leistungen stehen auf den offiziellen Seiten der Stadt und des MVV.

Was du gesehen haben solltest

Der Marienplatz ist der Mittelpunkt. Am Neuen Rathaus, einem neugotischen Prachtbau, spielt täglich das Rathaus-Glockenspiel: 43 Glocken und 32 lebensgroße Figuren führen das Ritterturnier zur Hochzeit Herzog Wilhelms V. von 1568 und den Schäfflertanz vor — die Vorführung dauert rund eine Viertelstunde, die Uhrzeiten wechseln mit der Jahreszeit. Ein paar Schritte weiter steht die Frauenkirche, deren zwei Türme mit den welschen Hauben das Wahrzeichen der Stadt sind; kein Neubau in der Altstadt darf sie überragen, seit die Münchner 2004 per Bürgerentscheid ihre 100-Meter-Silhouette geschützt haben.

Direkt südlich liegt der Viktualienmarkt, ein täglicher Lebensmittelmarkt mit Maibaum und einem kleinen Biergarten in der Mitte — der beste Ort für eine Brotzeit zwischendurch. Für einen Regentag ist die Residenz der sichere Hafen: Der ehemalige Stadtpalast der Wittelsbacher ist eines der größten Schlösser Europas, mit Schatzkammer, dem prunkvollen Antiquarium und dem Cuvilliés-Theater. Wer weiter hinaus mag, nimmt die Tram zum Schloss Nymphenburg, der barocken Sommerresidenz mit ihrem weiten Park und Kanal.

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Schuhe fürs Kopfsteinpflaster

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Englischer Garten, Eisbach und die Biergärten

Der Englische Garten ist einer der größten innerstädtischen Parks der Welt — größer als der Central Park — und zieht sich vom Zentrum kilometerweit nach Norden. Am südlichen Rand, an der Prinzregentenstraße, steht die berühmte Eisbachwelle: eine stehende Welle im Bach, auf der Surfer bei jedem Wetter und das ganze Jahr über reiten. Weiter oben liegen der Chinesische Turm mit seinem Biergarten, der Monopteros auf dem Hügel und der Kleinhesseloher See.

Die Biergarten-Kultur ist eine eigene Kunst: An den unbedienten Tischen mit klassischen Bierbänken darf man seine Brotzeit selbst mitbringen, nur die Getränke kauft man vor Ort. Der Hirschgarten ist mit rund 8.000 Plätzen einer der größten der Welt, das Hofbräuhaus das bekannteste Wirtshaus. Für einen langen Nachmittag im Park oder einen Tag draußen packt man am besten alles in einen leichten Tagesrucksack — Wasser, eine Lage zum Überziehen, die Kamera.

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Ein Rucksack für Park und Berge

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Tagesausflug in die Alpen

Kaum eine Großstadt liegt so nah an den Bergen. Vom Hauptbahnhof bringen einen Regionalzüge in gut einer Stunde ins Voralpenland: an den Tegernsee, nach Bad Tölz oder — etwas weiter — nach Garmisch-Partenkirchen zu Füßen der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg. Auch Neuschwanstein bei Füssen und Salzburg sind Tagesziele. Für die Regionalzüge in ganz Bayern lohnt sich oft das Bayern-Ticket, das mehrere Personen gemeinsam nutzen können.

In den Bergen gilt noch mehr als in der Stadt: das Wetter dreht schnell. Eine winddichte, wasserabweisende Jacke gehört ins Gepäck, dazu eine gut gepackte Reisetasche, in der Wechselkleidung und eine warme Lage Platz haben. Wer morgens im T-Shirt am Marienplatz startet, steht mittags womöglich im kühlen Wind auf einem Gipfelbahnhof.

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Gegen Föhnwetter und Bergwind

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Beste Reisezeit, Wiesn und Anreise

Die schönste Zeit für München sind die milden Monate von Mai bis September: Dann haben Biergärten und Parks geöffnet, die Tage sind lang, und die Isar lädt zum Sitzen ein. Im Advent verwandelt sich der Marienplatz in einen der bekanntesten Christkindlmärkte des Landes. Die große Ausnahme im Kalender ist das Oktoberfest auf der Theresienwiese von Ende September bis Anfang Oktober — dann ist die Stadt voll und die Zimmer sind teuer und früh ausgebucht; wer die Wiesn nicht sucht, plant bewusst darum herum. Alles Wichtige dazu steht auf unserer eigenen Oktoberfest-Seite.

Die Anreise ist bequem: Der Hauptbahnhof liegt am westlichen Rand der Altstadt, von dort sind es über den Stachus (Karlsplatz) nur wenige Minuten zu Fuß oder eine Tramstation bis zum Marienplatz. Der Flughafen München (MUC) ist mit den S-Bahn-Linien S1 und S8 in gut 40 Minuten an der Innenstadt. Wer die Städtereise verlängern will, findet in unserem Köln-Guide eine ganz andere, rheinische Variante des Wochenendtrips.

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Zentral übernachten — nah an Altstadt und Hauptbahnhof

Diese Häuser liegen im Zentrum oder wenige Minuten von Marienplatz, Stachus und Hauptbahnhof entfernt — kurze Wege zu allem, was zählt.

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