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Von Kohle zu Grün — Industriekultur, Kunst und Ruhrtal an einem Wochenende

Essen Städtereise: Zollverein, Folkwang & Reisetipps fürs Wochenende

Der kompakte Essen-Guide: Welterbe Zollverein, Museum Folkwang und Villa Hügel, Baldeneysee und Grugapark, beste Reisezeit, Anreise und die richtige Ausrüstung fürs Revier.

Essen an einem Wochenende

Keine Stadt erzählt den Wandel des Ruhrgebiets so anschaulich wie Essen. Wo über hundert Jahre Kohle gefördert und Stahl gekocht wurde, führt heute ein Denkmalpfad durch begrünte Zechenanlagen, und 2017 trug die Stadt den Titel Grüne Hauptstadt Europas. Sieben Jahre zuvor, 2010, stand Essen stellvertretend fürs ganze Revier als Kulturhauptstadt Europas im Rampenlicht. Genau dieser Bogen von Kohle zu Grün macht ein Wochenende hier aus: vormittags Industriekultur zwischen Fördertürmen und Kokerei, nachmittags Wald, Park und Wasser. Wer mit leichtem Handgepäck und einer wetterfesten Jacke anreist, ist für beide Seiten gerüstet — das Ruhrgebietswetter wechselt gern innerhalb eines Tages zwischen Sonne und Nieselregen.

Tipp: Zollverein zu Fuß erobern

Das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein ist weitläufig — das Gelände selbst ist frei zugänglich, du kannst zwischen den denkmalgeschützten Hallen einfach spazieren gehen. Eintritt kosten nur die Ausstellungen: das Ruhr Museum in der alten Kohlenwäsche, das Red Dot Design Museum im früheren Kesselhaus und der geführte Denkmalpfad, der die Wege der Kohle vom Schacht bis zur Wäsche nachzeichnet. Plane dafür einen halben Tag ein. Vom Hauptbahnhof bringt dich die Ruhrbahn direkt hin. Öffnungszeiten, Preise und freie Führungstermine stehen auf den offiziellen Seiten von Zollverein und dem Ruhr Museum — dort kurz vorher nachsehen, weil einzelne Führungen ausgebucht sein können.

Was du gesehen haben solltest

Zollverein ist das Wahrzeichen, aber Essen hat mehr. Das Museum Folkwang zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen Deutschlands — hier hängen Werke von van Gogh, Gauguin und den großen Expressionisten, und der Eintritt in die Sammlung ist traditionell frei. Im grünen Süden thront die Villa Hügel, der herrschaftliche Wohnsitz der Industriellenfamilie Krupp, umgeben von einem weiten Park hoch über dem Baldeneysee. In der Innenstadt lohnt der Domschatz im Essener Münster mit der Goldenen Madonna, der ältesten erhaltenen vollplastischen Marienfigur des Abendlandes. Sehenswert ist auch die Margarethenhöhe, eine der ersten Gartenstädte Deutschlands, von Krupp für die Belegschaft gebaut. Und wer zwischendurch bummeln will, landet auf der Kettwiger Straße, der Fußgängerzone, die vom Hauptbahnhof schnurgerade in die City führt.

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Auf gutem Fuß durchs Revier

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Vom Baldeneysee bis zum Grugapark

Der grüne Ruf kommt nicht von ungefähr. Im Süden staut sich die Ruhr zum Baldeneysee — hier wird gesegelt, gerudert und am Ufer geradelt, und die Weiße Flotte fährt über das Wasser. Näher an der City liegt der Grugapark, eine der größten Parkanlagen des Ruhrgebiets, mit Botanik, weiten Wiesen und langen Wegen zum Durchatmen. Selbst auf Zollverein ist der Wandel sichtbar: Im Sommer wird das Welterbe-Gelände zur Bühne, im Winter dreht ein Eisbahn-Parcours zwischen den Industriedenkmälern. Für die Ausflüge gilt: bequeme Schuhe und ein Tagesrucksack für Wasser, Jacke und Kamera machen den Tag angenehmer. Zwischen der schwarzen Vergangenheit der Zechen und dem grünen Ruhrtal liegen oft nur wenige S-Bahn-Minuten — dieser Kontrast auf kurzer Strecke ist das eigentliche Essen-Erlebnis.

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Für die Städtereise gepackt

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Beste Reisezeit und Anreise

Essen liegt mitten im Ruhrgebiet und ist von überall gut erreichbar. Der Hauptbahnhof ist ICE-Halt und Drehscheibe des Nahverkehrs; von dort erschließen S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und die Ruhrbahn die ganze Stadt und die Nachbarstädte. Wer im Revier unterwegs ist, kombiniert Essen mühelos mit einem Abstecher nach Dortmund, Düsseldorf oder Köln — mit der Bahn ist man in jede Richtung in einer guten halben bis ganzen Stunde da. Mild und trocken genug für lange Tage draußen sind vor allem Mai, Juni und September; im Hochsommer zeigen sich Seen und Parks von ihrer besten Seite. Fürs Gepäck reicht meist ein Weekender oder ein kleiner Trolley — Essen ist eine Wochenend-Stadt, keine Fernreise.

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Wenn übers Revier Regen zieht

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Zentral übernachten in Essen

Zentraler geht es kaum — diese Häuser liegen rund um Hauptbahnhof, Kettwiger Straße und Limbecker Platz, alles zu Fuß erreichbar.

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Weitere Hotels in Essen

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Das Revier geht weiter

Das Ruhrgebiet ist eine Stadt aus vielen Städten, dicht an dicht gebaut. Von Essen aus sind Bochum, Duisburg und das grüne Ruhrtal nur einen Katzensprung entfernt — weitere Reiseführer fürs Revier kommen nach und nach dazu. Bis dahin gilt: einmal von der Zeche an den See und zurück, und du hast verstanden, warum sie hier vom Wandel sprechen.

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