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Vom Regenschutz bis zur Daunenfüllung: worauf es bei der Wahl wirklich ankommt

Jacken & Mäntel — der Ratgeber

Wassersäule, Membran, Füllkraft, Zwiebelprinzip — dieser Ratgeber erklärt die Begriffe, die über den richtigen Kauf entscheiden, und zeigt zu jedem Jackentyp eine passende Auswahl.

Wasserdicht heißt nicht luftdicht

Wie dicht eine Jacke ist, misst die Wassersäule in Millimetern: Sie gibt an, wie hoch eine Wassersäule auf dem Stoff stehen dürfte, bevor er durchlässt. Ab rund 1.300 mm gilt ein Material technisch als wasserdicht, doch unter Rucksackgurten oder beim Sitzen auf nassem Untergrund entsteht deutlich mehr Druck — für Dauerregen sind höhere Werte sinnvoll.

Genauso wichtig ist die Atmungsaktivität: Schwitzt der Körper, muss die Feuchtigkeit nach außen, sonst wird man von innen nass. Angegeben wird sie als Wasserdampfdurchgang (Gramm je Quadratmeter in 24 Stunden, je höher desto besser) oder als RET-Wert (Durchgangswiderstand, je niedriger desto besser). Wasserdicht und atmungsaktiv sind kein Widerspruch — beides leistet eine Membran: hauchdünne Schichten aus PTFE oder Polyurethan mit Poren, die zu klein für einen Wassertropfen, aber groß genug für Wasserdampf sind. Verarbeitet wird sie als 2-, 2,5- oder 3-Lagen-Aufbau, und erst verschweißte (getapte) Nähte machen die Jacke an den Nadellöchern wirklich dicht.

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Regenjacken — der Schutz gegen Nässe

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Daune oder Kunstfaser — die Wärmefrage

Wärme entsteht nicht im Stoff, sondern in der Luft, die er einschließt. Daunen tun das besonders effizient: Ihre Bauschkraft — in Cuin (cubic inches) gemessen — sagt, wie viel Volumen eine feste Menge aufplustert. Rund 600 cuin ist solide, 800 cuin und mehr sind hochwertig und wärmen bei geringem Gewicht. Auf dem Etikett steht meist ein Verhältnis wie 90/10: der Anteil echter Daune zu Stützfedern.

Der Haken: Nass verklumpt Daune und verliert fast ihre gesamte Isolation, und sie trocknet langsam. Kunstfaser-Füllungen aus Polyester wärmen weniger pro Gramm und tragen etwas dicker auf, isolieren dafür auch feucht weiter, trocknen schnell und sind pflegeleichter und günstiger. Faustregel: trocken-kalte Bedingungen und kleines Packmaß sprechen für Daune, feuchtes Klima und robuster Alltag für Kunstfaser.

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Daunenjacken — viel Wärme, wenig Gewicht

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Steppjacken — leicht und gut packbar

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Die Jackentypen und wofür sie taugen

Jede Bauart löst ein anderes Problem. Eine Regen- oder Hardshelljacke ist reiner Wetterschutz gegen Nässe und Wind, ohne eigene Wärme. Die Softshelljacke verzichtet auf die harte Membran zugunsten von Dehnbarkeit und hoher Atmungsaktivität — ideal, wenn man in Bewegung ist und nur leichten Schauern trotzen muss.

Die Fleecejacke ist kein Wetterschutz, sondern eine wärmende Zwischenschicht, die unter eine Shell gehört. Steppjacken und dünne Daunenjacken sind leichte Wärmespender für mildere Tage und kühle Abende, oft klein packbar. Ein Parka ist lang geschnitten und deckt bis über die Hüfte — ein Begleiter für kalte, windige Tage. Der Trenchcoat oder Mantel schließlich ist die formelle Antwort auf denselben Zweck: Schutz mit Anspruch an die Optik.

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Softshelljacken — atmungsaktiv in Bewegung

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Fleecejacken — die wärmende Zwischenschicht

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Lagen und Passform

Keine einzelne Jacke kann alles, und genau darum lohnt das Zwiebelprinzip. Es kombiniert drei Ebenen: eine Basisschicht, die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportiert, eine isolierende Mittelschicht wie Fleece oder eine dünne Steppjacke, und außen die Shell gegen Wind und Wasser. Der Vorteil: Man reguliert die Wärme, indem man eine Lage weglässt, statt zu schwitzen.

Deshalb sollte eine Außenjacke etwas Spielraum lassen, damit eine Zwischenschicht daruntergeht, ohne die Bewegung einzuengen. Beim Anprobieren die Arme heben und nach vorn greifen — rutscht der Saum weit hoch oder spannt es über den Schultern, ist die Passform zu knapp. Die Ärmel sollten bis zum Handballen reichen, und die Länge zum Einsatz passen: kürzer, wo viel Bewegung gefragt ist, länger für stehende Kälte.

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Übergangsjacken — für die milden Tage

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Pflege und Imprägnieren

Eine Funktionsjacke lebt von ihrer Pflege. Schmutz und Körperfette setzen die Membran zu, und die Atmungsaktivität lässt nach — regelmäßiges Waschen ist deshalb keine Abnutzung, sondern Wartung. Dafür ein Spezialwaschmittel für Funktionstextilien verwenden und Weichspüler strikt meiden: Er legt einen Film über den Stoff und zerstört die wasserabweisende Ausrüstung.

Diese äußere Imprägnierung (DWR) nutzt sich mit der Zeit ab — erkennbar daran, dass Wasser nicht mehr abperlt, sondern in den Stoff einzieht. Wärme reaktiviert sie oft: vorsichtiges Trocknen im Trockner oder Bügeln mit einem Tuch bei niedriger Stufe. Perlt es dann noch nicht, hilft eine Nachimprägnierung zum Aufsprühen oder Einwaschen. Daunenjacken trocknet man mit ein paar Trocknerbällen, die die verklumpte Füllung wieder auflockern.

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Trenchcoats & Mäntel — Schutz mit Stil

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