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Lagunenstadt ohne Stress

Reisetipp Venedig

Wo übernachten, wann fahren, was einpacken – und die passenden Hotels dazu.

Venedig in zehn Sätzen

Venedig ist keine Stadt mit Kanälen, sondern eine Stadt aus Kanälen. Rund 120 Inseln, verbunden von etwa 400 Brücken, und kein einziges Auto. Wer das einmal verinnerlicht hat, plant anders: Jede Strecke geht zu Fuß oder übers Wasser, und beides dauert länger, als die Landkarte verspricht.

Die Altstadt teilt sich in sechs Stadtviertel, die Sestieri heißen: San Marco, Cannaregio, Castello, Dorsoduro, San Polo und Santa Croce. Sie sind kleiner, als man denkt – quer durch die Altstadt läuft man in gut einer Stunde. Der Rest ist Lagune: das Lido mit dem Strand, Murano mit dem Glas, Burano mit den bunten Häusern.

Der häufigste Fehler ist der Tagesausflug. Wer morgens kommt und abends fährt, sieht Venedig genau dann, wenn alle anderen es auch sehen. Die Stadt gehört früh am Morgen und spät am Abend denen, die geblieben sind. Eine Übernachtung verändert die Reise mehr als jede Sehenswürdigkeit.

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Handverlesene Hotels in Venedig

Zwölf Häuser mit Gästebewertung 9,8 und besser – vom Zimmer für gut hundert Euro bis zum Palazzo.

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In welchem Sestiere übernachten?

San Marco ist die Postkarte: Markusplatz, Dogenpalast, die höchsten Preise. Praktisch, wenn die Zeit knapp ist – aber abends leer, weil hier kaum jemand wohnt.

Cannaregio ist der Gegenentwurf. Vom Bahnhof aus fußläufig, viele Bars, in denen Venezianer stehen statt Reisegruppen, spürbar günstiger. Für die meisten die beste Mischung.

Dorsoduro ist das Viertel der Uni und der Museen, ruhig und trotzdem lebendig. Castello ist am wenigsten touristisch, dafür weiter zu laufen. San Polo und Santa Croce liegen mittendrin, mit dem Rialto-Markt als Bonus.

Und dann Mestre: das Festland, zehn Zugminuten von der Altstadt entfernt, oft die Hälfte des Preises. Wer nachts nicht in der Lagune sein muss, spart hier am spürbarsten.

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Günstiger schlafen in Mestre

Festland statt Lagune – zehn Zugminuten bis Santa Lucia, deutlich niedrigere Preise.

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Beste Reisezeit – und was Acqua alta bedeutet

April, Mai, September und Oktober sind der Kompromiss aus Wetter und Andrang. Der Hochsommer ist heiß, voll und in den engen Gassen zäh. Der Winter ist klar, still und günstig – dafür kann es empfindlich kalt und feucht werden.

Acqua alta heißt das Hochwasser, das vor allem zwischen Herbst und Frühjahr auftritt: eine Kombination aus Flut, Wind und Luftdruck, die Teile der Stadt für ein paar Stunden unter Wasser setzt. Betroffen ist zuerst der Markusplatz, weil er der tiefste Punkt ist. Seit dem Flutschutz MOSE werden die schweren Fälle abgefangen, ganz verschwunden ist das Thema nicht.

Dramatisch ist das selten, planbar aber schon: Die Stadt warnt vorab per App und Sirene, Stege werden aufgebaut, und nach wenigen Stunden ist der Spuk vorbei. Wer im Herbst reist, packt wasserfeste Schuhe ein und schaut morgens auf die Pegelvorhersage. Mehr braucht es nicht.

Anreise und Fortbewegung

Der Bahnhof Santa Lucia liegt direkt in der Altstadt – wer mit dem Zug kommt, steht beim Aussteigen am Wasser. Vom Flughafen Marco Polo fahren Busse zum Piazzale Roma, dem einzigen Punkt der Altstadt, an den Autos überhaupt herankommen. Von dort geht es nur noch zu Fuß oder per Boot weiter.

Das Vaporetto ist der öffentliche Nahverkehr, ein Linienboot. Einzelfahrten sind teuer, Tageskarten lohnen sich meist ab der zweiten Fahrt. Die Linie 1 den Canal Grande hinunter ist nebenbei die günstigste Stadtrundfahrt der Welt.

Wichtig fürs Gepäck: Zwischen Boot und Unterkunft liegen fast immer Brücken, und Brücken sind Treppen. Ein Koffer mit vier Rollen nützt hier wenig – entscheidend ist, dass man ihn tragen kann. Deshalb reisen erfahrene Venedig-Gäste leicht.

Venedig erhebt inzwischen an bestimmten Tagen eine Gebühr für Tagesbesucher. Wer übernachtet, ist davon in der Regel ausgenommen, zahlt dafür Kurtaxe über die Unterkunft. Die Regeln ändern sich – vor der Reise kurz auf der offiziellen Seite der Stadt nachsehen.

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Leicht packen: Handgepäck & Rucksäcke

Weil zwischen Boot und Hotel garantiert eine Brücke liegt.

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Schuhe, die 20.000 Schritte aushalten

In Venedig gibt es keine Abkürzung und kein Taxi um die Ecke.

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